Junge Generation zwischen dem Gesundheitssystem
Warum gehen junge Menschen immer seltener zum Arzt? Vielleicht sollte sich das Gesundheitssystem diese Frage einmal selbst stellen!
Die junge Generation ist heute so gut über Gesundheit, Krankheiten und Prävention informiert wie kaum eine Generation zuvor. Sie recherchiert, hinterfragt, erkennt Risiken und möchte nicht erst krank werden, bevor etwas unternommen wird.
Doch was passiert, wenn diese jungen Menschen tatsächlich zum Arzt gehen?
Sie werden belächelt. Nicht ernst genommen. Abgespeist mit Sprüchen wie: „Sie sind noch zu jung für solche Probleme“, „Machen Sie einfach mehr Sport“ oder „Ein Medikament brauchen Sie nicht!“
Ihre Sorgen werden als übertrieben abgetan. Ihre Eigeninitiative wird als Besserwisserei interpretiert. Und wenn sie ein bestimmtes Medikament ansprechen, werden sie nicht selten behandelt, als hätten sie keine Ahnung.
Und dann?
Jahre später stellt sich möglicherweise heraus, dass eine frühzeitige Behandlung sinnvoll gewesen wäre. Dass man hätte gegensteuern können. Dass gesundheitliche Schäden vielleicht vermeidbar gewesen wären.
Aber dann ist es zu spät, um die verlorenen Jahre zurückzuholen.
Und genau damit zerstört man Vertrauen!
Man kann nicht einerseits von Eigenverantwortung, Gesundheitsbewusstsein und Prävention predigen und andererseits Menschen abweisen, sobald sie diese Eigenverantwortung tatsächlich wahrnehmen.
Natürlich ist nicht jeder Medikamentenwunsch medizinisch sinnvoll. Aber zwischen einer begründeten Ablehnung und einer herablassenden Abfertigung liegen Welten.
Vielleicht gehen junge Menschen nicht deshalb immer seltener zum Arzt, weil ihnen ihre Gesundheit egal ist. Vielleicht gehen sie nicht mehr, weil sie gelernt haben, dass ihnen ohnehin niemand richtig zuhört.
Und das ist kein Versagen der jungen Generation. Das ist ein Alarmsignal für unser Gesundheitssystem!
Ein Patient sollte nicht erst einen irreparablen Schaden davontragen müssen, damit man ihm endlich glaubt.




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