Montessori Schule: Ein Konzept der Blase
Montessori: Die schöne Blase, die beim ersten Windstoß platzt Ein Kommentar aus der Außenwelt Es beginnt immer gleich: Eltern, die sich für besonders reflektiert halten, melden ihre Kinder in einer Montessori‑Schule an. „Selbstbestimmt“, „frei“, „ohne Druck“ — das klingt nach einem pädagogischen Spa‑Urlaub für die kindliche Seele. Und natürlich nach einem moralischen Upgrade für die Eltern. Die Kinder wachsen in einer Welt auf, in der Leistung nicht gemessen wird, Fehler nicht existieren und jeder kleine Pinselstrich als Ausdruck eines „inneren Genies“ gefeiert wird. Ein Paradies — zumindest solange man nicht vorhat, irgendwann die echte Welt zu betreten. Denn dort draußen, außerhalb der Montessori‑Blase, wartet etwas, das in diesen Schulen als archaisches Relikt gilt: Realität. Die Realität ist unhöflich. Sie bewertet. Sie vergleicht. Sie misst. Sie stellt Anforderungen....