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Sulbutiamin, Dopamin und Depression – ein möglicher neuer Ansatz?

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 Sulbutiamin, Dopamin und Depression – ein möglicher neuer Ansatz? Einleitung Depressionen werden häufig mit Veränderungen verschiedener Botenstoffsysteme im Gehirn in Verbindung gebracht. Neben Serotonin und Noradrenalin spielt dabei auch Dopamin eine wichtige Rolle – insbesondere bei Motivation, Antrieb, Belohnungsverarbeitung, Konzentration und dem Erleben von Freude. Vor diesem Hintergrund ist Sulbutiamin interessant. Sulbutiamin ist allerdings kein eigenständiges Vitamin, sondern ein synthetisches, fettlösliches Derivat von Vitamin B1 (Thiamin). Aufgrund seiner besonderen chemischen Eigenschaften kann es den Thiaminstoffwechsel im Gehirn beeinflussen. Forschungsarbeiten zeigen darüber hinaus Veränderungen dopaminerger und glutamaterger Systeme nach Sulbutiamin-Gabe. Die entscheidende Frage lautet daher: Könnte Sulbutiamin die dopaminerge Signalübertragung im Gehirn so beeinflussen, dass depressive Symptome reduziert werden und dadurch möglicherweise weniger klassische Medikame...

Gleiche Strafe für Pfleger und Therapeuten?

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  Gleiche Verantwortung, unterschiedliche Wege? Wenn zwei Berufe über die Gesundheit und das Leben von Menschen entscheiden, stellt sich die Frage, warum die Zugangsvoraussetzungen so unterschiedlich geregelt sind. Pflegefachpersonen und Psychotherapeutinnen bzw. Psychotherapeuten tragen beide eine enorme Verantwortung. Beide arbeiten mit Menschen in verletzlichen Situationen, treffen wichtige Entscheidungen und können bei schweren Fehlern berufsrechtlich, zivilrechtlich oder sogar strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Trotz dieser vergleichbaren Verantwortung gibt es einen entscheidenden Unterschied: Der Zugang zur Pflege erfolgt über eine staatlich geregelte Ausbildung, während der Zugang zur Psychotherapie an ein Hochschulstudium gebunden ist. Genau diese unterschiedliche Bewertung sorgt für Diskussionen. Kritiker sehen darin einen Widerspruch: Wenn eine anspruchsvolle Tätigkeit mit erheblicher Verantwortung und möglichen strafrechtlichen Folgen durch eine hochwertige...

Ausbildung zum Psychotherapeut

 Ausbildungsplan Psychotherapie (3 Jahre) Ziel Innerhalb von drei Jahren sollen umfassende Kenntnisse in Theorie, Diagnostik, Gesprächsführung und evidenzbasierten psychotherapeutischen Verfahren erworben werden. Anschließend erfolgt eine kontinuierliche Weiterbildung mit mindestens 15 verpflichtenden Fortbildungen pro Jahr. --- Jahr 1 – Grundlagen der Psychotherapie Modul 1: Wissenschaftliche Grundlagen (120 Stunden) - Geschichte der Psychotherapie - Psychologische Grundbegriffe - Entwicklungspsychologie - Persönlichkeitspsychologie - Neurobiologie - Lernpsychologie - Emotionspsychologie - Evidenzbasierte Medizin - Forschungsmethoden - Wissenschaftliches Arbeiten Lernziel Verständnis psychischer Prozesse und wissenschaftlicher Grundlagen. --- Modul 2: Psychopathologie (180 Stunden) - ICD-11 - DSM-5-TR - Symptome erkennen - Differentialdiagnostik - Verlaufsformen - Schweregrade - Komorbiditäten - Krisenerkennung Praktische Übungen - Fallanalysen - Diagnostische Interviews - Videoan...