Was jahrelange Angst und Depression mit dem Gehirn macht
Wenn die Angst nicht mehr geht: Was jahrelange Depression mit dem Gehirn macht Jahrelange Depression ist nicht einfach schlechte Laune. Jahrelange Angst ist nicht einfach „zu viel Nachdenken“. Wenn ein Mensch über Jahre in einem Zustand von Angst, Stress, Rückzug und depressiver Antriebslosigkeit lebt, bleibt das nicht zwangsläufig ohne biologische Folgen. Das Gehirn passt sich an das an, was es immer wieder erlebt. Und genau darin liegt die erschreckende Seite chronischer psychischer Erkrankungen: Das Gehirn ist plastisch. Es lernt nicht nur Schönes. Es kann sich auch an einen dauerhaften Zustand von Stress und Bedrohung anpassen. Chronischer Stress wird mit Veränderungen der neuronalen Struktur und der synaptischen Plastizität in Verbindung gebracht. In der Depressionsforschung werden unter anderem Veränderungen im Hippocampus und präfrontalen Kortex sowie in Netzwerken diskutiert, die Stimmung, Denken, Motivation und Belohnungsverarbeitung regulieren. Das Gehirn kann sich an De...