Wer friert, der siegt
Braunes Fettgewebe (braunes Fett) ist eine spezielle Art von Fettgewebe, das Wärme produziert und so zur Regulierung der Körpertemperatur beiträgt. Im Gegensatz zu weißem Fett, das Energie speichert, verbrennt braunes Fett Kalorien, um Wärme zu erzeugen (Thermogenese).
Fakten über braunes Fett
Funktion: Es verbrennt Fettsäuren und Glukose, um Wärme zu erzeugen.
Vorkommen: Vor allem bei Babys vorhanden, aber auch bei Erwachsenen in kleinen Mengen (z. B. im Nacken-, Schulter- und Brustbereich).
Gesundheitliche Vorteile: Kann helfen, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes zu bekämpfen.
Wie kann man braunes Fett aktivieren?
1. Kälteexposition
Kalte Duschen oder Eisbäder
Aufenthalt in kühlen Räumen (~16°C)
Kryotherapie
2. Sport und Bewegung
Besonders Ausdauertraining kann die Umwandlung von weißem in braunes Fett fördern.
3. Bestimmte Lebensmittel
Scharfes Essen (Capsaicin in Chili)
Grüner Tee und Kaffee (enthält Catechine und Koffein)
Omega-3-Fettsäuren (z. B. in Fisch)
4. Schlafqualität verbessern
Ein regelmäßiger Schlafrhythmus hilft, das braune Fett aktiv zu halten.
5. Intervallfasten
Perioden des Fastens können den Fettstoffwechsel beeinflussen.
Wie gesund ist braunes Fett wirklich?
Fördert den Energieverbrauch: Kann helfen, Übergewicht zu reduzieren.
Blutzuckerregulation: Unterstützt die Insulinsensitivität und kann das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.
Herz-Kreislauf-Gesundheit: Eine höhere braune Fettaktivität wird mit einem geringeren Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung gebracht.
Fazit: Braunes Fett ist gesund und kann helfen, Gewicht zu regulieren und Stoffwechselkrankheiten vorzubeugen. sie lässt sich durch Kälte, Bewegung und Ernährung aktivieren.
1. Kälteexposition
Eine Studie von Yoneshiro et al. (2013) zeigte, dass eine tägliche zweistündige Exposition bei 17°C über sechs Wochen die Aktivität des braunen Fetts um etwa 15 % steigern kann.
Eine andere Studie (van der Lans et al., 2013) fand heraus, dass Menschen, die regelmäßig Kälte ausgesetzt waren, eine um 10-20 % höhere braune Fettaktivität hatten als solche, die das nicht waren.
Kurzfristige Kälteexposition (z. B. Eisbäder oder kalte Duschen) führt zu einem Anstieg der Thermogenese, aber dieser Effekt ist meist vorübergehend (bis zu 5-10 % für einige Stunden).
2. Sport und Bewegung
Eine Studie (Stanford et al., 2015) zeigte, dass Ausdauertraining bei Mäusen die Umwandlung von weißem in braunes Fett fördert.
Beim Menschen könnte dies ähnlich sein, wobei einige Studien einen Anstieg der braunen Fettaktivität um 10-15 % nach regelmäßigem Training nahelegen.
3. Capsaicin (scharfes Essen)
Eine Untersuchung (Yoneshiro et al., 2012) ergab, dass Capsaicin den Kalorienverbrauch und die Aktivität von braunem Fett um 5-10 % steigern kann.
Dieser Effekt ist jedoch nicht so langfristig wie der durch Kälte.
4. Grüner Tee und Kaffee (Koffein & Catechine)
Eine Studie von Nedergaard et al. (2007) zeigte, dass Koffein die Thermogenese um 3-5 % steigern kann.
Dieser Effekt ist jedoch geringer als bei Kälte oder Bewegung.
5. Schlaf & zirkadianer Rhythmus
Eine Studie (Scherer et al., 2017) zeigt, dass Schlafmangel braunes Fett reduziert und guter Schlaf es um bis zu 10 % aktivieren kann.
6. Intervallfasten
Einige Studien deuten darauf hin, dass intermittierendes Fasten hormonelle Mechanismen auslöst, die den Fettstoffwechsel verbessern. Der direkte Einfluss auf braunes Fett ist noch nicht eindeutig geklärt, aber Schätzungen gehen von einem 5-10 % höheren Kalorienverbrauch aus.
Fazit: Sind die Zahlen realistisch?
Ja, die Zahlen basieren auf realen Studien, aber es gibt individuelle Unterschiede. Es ist unwahrscheinlich, dass eine einzelne Methode braunes Fett drastisch aktiviert. Vielmehr verstärken sich die Effekte gegenseitig, sodass eine Kombination aus Kälte, Bewegung, Ernährung und Schlaf insgesamt eine 30-50 % höhere Aktivität des braunen Fetts bewirken könnte.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32373072/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26602570/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24401694/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24901355/
https://www.uni-bonn.de/de/neues/091-2024
Kommentare
Kommentar veröffentlichen